Archiv der Kategorie: %s Information

VonStelljes

Neuer Trojaner täuscht Fehlüberweisungen vor

monster-701991_1280Manchmal muss ich auch mal staunen… Als mich vor Gisela W. anrief und mich wegen einer ungewöhnlichen Meldung beim Onlinebanking hinweist: „Beim Onlinebanking ist gerade ein Fenster aufgegangen, dass eine Fehlüberweisung von vom Finanzamt getätigt wurde. Herr Stelljes, ist so etwas normal?“

So etwas ist in der Regel nicht normal und gehört habe ich so etwas auch noch nicht. Entsprechend habe ich Frau W. darauf hingewiesen und gefragt, ob ich mich per Fernwartung mal draufschalten kann, um mir das genauer anzuschauen. Wenige Augenblicke später konnte ich mir die Meldung auch anschauen. „Achtung! Das Finanzamt hat eine Fehlüberweisung getätigt. Bitte Klicken Sie auf folgenden Link für die Rücküberweisun“ Stand da in großen Buchstaben.

Dies fand ich Merkwürdig. Jedoch bestätigte mir meine Kundin, dass es einen erhöhten Betrag auf dem Konto gäbe. Mir kam das recht seltsam vor und hab mich kurz schlau gemacht. In der Tat hier stimmt etwas nicht, diese Masche wird von einem Trojaner benutzt um Gelder zu versenden.

Mein Rat an Frau W. war ganz klar, sofort abbrechen, Computer aus und die Bank informieren. Der Computer kommt die Tage in die Werkstatt zur Virendesinfektion. Aber für mich wieder einmal eine neue Masche von Betrügern, worüber ich gerne Aufkläre…

VonStelljes

SSD ist schnell – und wie schaut es mit der Datensicherheit aus?

data-storage-319844_1920Die neue Festplattengeneration ist in aller Munde. Schließlich sinkt der Preis für diesen Datenspeicher, so dass SSDs in brauchbarer Größe nun auch erschwinglich werden. Die Geschwindigkeit des Speichers ist ja auch unschlagbar.

Diese Punkt wird ein Hauptgrund dafür sein, warum normale Festplatten sich weniger Verkaufen und im Gegenzug die Verkaufe von SSDs in die Höhe schnellen. Allerdings wird es laut der Meinung einiger Experten noch ein paar Jahre dauern, bis die SSD die Festplatte komplett verdrängt hat. Hier dürfte das Kriterium eigentlich nur der Preis sein.

Umso erstaunter war ich, als ich eine Studie unserem Partner für Datenrettung in die Hand bekommen habe…

Mehr als ein Drittel hatten Datenverlust auf einer SSD

Kroll ist bekannt dafür, jährlich Umfragen bei seinen Kunden zu machen. Und bei diesen Umfragen scheint eine Schattenseite der SSD ans Licht zu kommen. Bei im letzten Jahr getätigten Umfrage hatte mehr als ein Drittel (38 %) der Befragten einen Ausfall der SSD zu beklagen. Insgesamt 64 % der Befragten gaben an, dass Sie einen Datenverlust in Kombination mit einer SSD erlebt haben. In Anbetracht dessen, dass z.B. im letzten Jahr nur rund 15 % der neuen Notebooks mit einer SSD ausgestattet waren, eine für mich erschreckende Zahl.

Wenn man sich die älteren Umfragen von Kroll anschaut, dann zeigt sich ganz klar, dass hier der Trend mit Problemen bei der SSD nach oben geht.

Im Vergleich zu den Zahlen der SSD bleiben die Zahlen von normalen Festplatten aber Konstant. Die alte Technik der Festplatten zeigt hier also, dass das Prinzip prinzipiell absolut ausgereift ist.

Die Moral der Geschichte:

Mit dem Artikel möchte ich die SSD nicht madig machen. Computer, die die neue Technik verwenden sind unschlagbar schnell. Aber gerade bei dieser neuen Technik scheint es wirklich unabdingbar zu sein, dass man beim Einsatz von wichtigen Daten noch mehr auf seine Datensicherung achtet. Diese Zahlen machen mich zumindest nachdenklich. Wer einmal eine Rechnung einer echten Datenrettung bekommen hat weiß, dass eine vernünftige Backup-Software und eine externe Festplatte dagegen ein absolutes Schnäppchen ist…

VonStelljes

Ziel korrigiert: Microsoft wird wohl keine eine Milliarde Windows 10 Geräte bis 2018 haben

background-720224Diverse EDV-ler werden sich nun ein schmunzeln nicht verkneifen können. Microsoft hatte ja als Ziel bis zum Jahr 2018 eine Milliarde Windowsinstallationen vorweisen zu können. Letzte Woche hat der Konzern aber nun zurück gerudert.

Aktuell sind wohl rund 350 Millionen Geräte mit Windows 10 weltweit unterwegs. Für ein Jahr ein nicht einmal schlechtes Ergebnis. Wenn die Tendenz so weitergehen würde, dann wäre das Ziel sogar recht realistisch. Allerdings läuft in den nächsten Tagen die kostenlose Upgratemöglichkeit auf Windows 10 aus und dann wird die Zahl der Geräte mit Windows 10 vermutlich nicht mehr so schnell ansteigen.

Dies hat wohl auch Microsoft erkannt und nun bekannt gegeben, dass es wohl ein wenig länger dauert, bis dieses Ziel erreicht wird. Aber die Begründung ist hierfür interessant:

Laut Microsoft wird das Ziel nicht erreicht, da sich aber das Unternehmen gerade voll auf das Geschäft mit Smartphonehardware konzentriert.

Hätte Microsoft einfach mal das Versprechen eingehalten, dass alle Lumia-Smartphones mit Windows 8.1 eine Update auf Windows 10 bekommen, dann wären wir hier auf jeden Fall schon ein Schritt weiter…

Aber wie heißt es so schön? Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen…

VonStelljes

Der Rechner vom Discounter – wieso wir solche Rechner kritisch sehen…

20160719_144043 Kopie 2Neulich kam ein aufgeregter Kunde ins Büro. „Mein PC geht nicht mehr an!“ schildert Matthias G.: „Am Abend war alles Bestens und heute morgen ging nichts mehr.“. Und auch in unserer Werkstatt zeigte sich, dass der Rechner nicht mehr arbeiten möchte.

Die spätere Diagnose zeigte, dass das Netzteil das zeitliche gesegnet hat. Eigentlich ein Routineeingriff. Eigentlich…

Unsere Computer, welche wir vertreiben haben Standartbauteile verkauft. Sollte hier mal ein Teil kaputt gehen, kann es einfach und kostengünstig ersetzt werden. Nicht so beim Rechner von Matthias G.:

Der Rechner wurde vor etwa 2,5 Jahren in keinem Fachmarkt gekauft und zeigt das Fabrikat eines großen Herstellers für Discounter. Und der Rechner ist auch das klassische Beispiel, wieso ich von solchen Rechnern nur abraten kann. Diverse Steckverbindungen im Rechner halten sich nicht an die Standards, Es war uns nicht möglich, ein passendes Netzteil für den Rechner zu bekommen. Nichteinmal auf Anfrage beim Hersteller des Rechners.

Für Herrn G. bedeutete der Defekt, welcher normal unter 50 € zu beheben ist, ein neuer Computer. „Jetzt weiß ich auch, wieso die Geräte so billig sind. Nachhaltigkeit ist hier wohl nicht gewünscht!“ ärgerte sich unser Kunde: “ So etwas kommt mir nie wieder ins Haus…“

Unser Artikelbild zeigt die Stecker aus dem Rechner, wie wir sie nach dem Ausbau der Teile vorgefunden haben. Weiter Merkmale waren, das Mainboard, welches kein gängigen Standard entspricht, sowie das Gehäuse, welches auch kein „normales“ Mainboard fassen kann…

VonStelljes

Kennen Sie eigentlich schon unseren YouTube-Kanal?

youtube-1158693_1920Einige Leser des Blogs werden es schon bemerkt haben, dass ich ab und an auch mal ein Video in den Blog einbette. Diese liegen auf unseren YouTube-Kanal, der immer mal wieder neue Tipps und Tricks rund um den Computer bereit stellt. Schauen Sie doch einfach einmal rein…

www.youtube.com/rsitservice

VonStelljes

Spyware – Aufklärung über Toolbars und andere Spioniersoftware

binoculars-354623_1920Zu der leidigen Praxis der meisten EDV-ler dürfte die Spyware sein. Hier sprechen wir in der Regel nicht direkt von Computerviren, wie man sie sonst so kennt. Das Problem der Spyware ist, dass die Art der Software komplett legal ist und der Nutzer auch zustimmt, das diese Software installiert werden darf.

Was ist Spyware eigentlich?

Das Wort Spyware setzt sich aus dem englischen Wort Spy (Spion) und ware (ware, eine gängige Bezeichnung im Computerbereich z.B. Hardware, Software) zusammen. Diese Software wird meist von Unternehmen erstellt um die Gewohnheiten der Nutzer noch besser kennenzulernen, ergo auszuspionieren, um anschließend mit gezielter Werbung noch mehr Umsatz zu machen. Leider wird diese Art der Software immer hartnäckiger, so dass es auch für erfahrene Benutzer immer schwerer wird, diese wieder loszuwerden.

Was für Folgen kann es haben, wenn sich Spyware auf meinen Computer einnistet?

Zu Beginn gehen die meisten Spywareprogramme hin und tragen Daten über den Benutzer zusammen. Die Daten können aus dem Surfverhalten generiert werden oder auch andere Nutzungsverhalten am Computer beinhalten. So gehen die meisten Spywarevertreter hin und protokollieren die Webseiten, welche man besucht, wo man etwas bestellt oder welche Reiseziele man sich anschaut…

Diese Daten werden nun von den Unternehmen, welche die Spyware in den Verkehr gebracht haben, analysiert und anschließend kann es passieren, dass die Startseite des Internetbrowsers geändert wird oder es zu Werbeeinblendungen kommt. Dies ist in der Regel erst einmal nur nervig, hat aber soweit keine weiteren Konsequenzen.

Problematisch wird es, wenn die Spyware unseriöse Werbung einblendet und man so Gefahr läuft, sich z.B. einen echten Schädling auf die Festplatte zu holen. Auch können die Funktionen der Spyware Sicherheitslücken aufweisen, die ein Angreifer für sich nutzen kann.

Woran kann ich erkennen, ob sich Spyware auf meinen Computer befindet?

Spyware hat leider mit der Zeit immer raffiniertere Funktionen bekommen. So ist ein Teil der Spyware in der Lage sich zu tarnen, so dass man z.B. beim Blick in den Taskmanager von Windows keine Angaben dazu findet. Allerdings gibt es einige Hinweise, die auf Spyware deuten. Hierzu zählen

  1. Sie finden in Ihren Lesezeichen Seiten, welche Sie nie eingetragen haben,
  2. die Startseite auf Ihren Computer hat sich ohne Ihr zutun verändert,
  3. der PC wird immer langsamer,
  4. Es kommt zu Werbeeinblendungen auf den Internetseiten, die mit der eigentlichen Seite überhaupt nichts zu tun haben,
  5. Ihre Sicherheitssoftware schlägt aus und meldet untypisches Verhalten.

Allerdings sind dies nur Hinweise. So gibt es auch Spyware, welche keine der 5 Punkite erfüllt.

Was kann ich als Anwender dagegen tun?

Gute Antivirensoftware bringt glücklicherweise schon eine Spywareerkennung mit. Allerdings ist diese auch nicht sehr zuverlässig. Das Problem ist wie Anfangs ja schon erwähnt, dass der Nutzer in der Regel der Installation der Spyware zustimmt.

Wenn Sie sich Software aus dem Internet herunterladen, sollten Sie ausschließlich seriöse Anbieter nutzen, z.B. der Entwickler der Software. Wenn Sie Software installieren, nicht einfach immer nur auf „Weiter“ klicken, sondern auch mal lesen, was da eigentlich installiert werden soll.

Wenn sich die Spyware erst einmal eingenistet hat, sollte hier jemand einen Blick drauf werfen, der sich mit so etwas auskennt. Im Internet gibt es zwar schon einige Software, die die Spyware vom Computer vertreibt, allerdings zeigt meine Praxis, dass man hier nur von einer groben Reinigung sprechen kann und in vielen Fällen noch einiges an Feinarbeit erst dafür sorgt, dass der Computer wieder frei von Spionen wird.

VonStelljes

Donnerschlag: Der Umgang mit Gewitter und Computer

flash-731488_1920Ich habe jetzt innerhalb von 2 Wochen 4 Blitzschlageinsätze hinter mir. Wundern tut es mich dabei nicht wirklich. Ein Blick nach draußen zeigt ein chaotisches Wetter. Von einem Tornado, welcher vor einigen Tagen durch Norddeutschland gefegt, oder Kunden die mir am Telefon berichten, dass dicke Hagelkörner gerade den Blick auf die andere Straßenseite verdecken war so ziemlich alles dabei.

Leider sind Computer und allgemein technische Geräte eher empfindlich, wenn es zu Überspannungen um Stromnetz kommt. Glücklicherweise gibt es aber Möglichkeiten, wie man solche Schäden vorbeugen kann.

Generell sollte man bei Gewitter alle Elektrogeräte aus der Steckdose ziehen. Aber mal ehrlich, wer macht das schon? Ich kann z.B. auch nicht hingehen und meine Arbeit einstellen, nur weil es draußen gerade ein wenig blitzt. Und man ist ja auch nicht unbedingt immer zu Hause, wenn, das Gewitter naht.

Glücklicherweise gibt es aber auch hier Möglichkeiten, den großen Schaden abzuwenden. Im Fachhandel sind Steckdosen mit Schutzschaltung erhältlich. Diese Steckdose sind in der Lage, Überspannungen abzufangen, so dass in den meisten Fällen die Steckdose nicht mehr funktioniert, aber die angeschlossenen Geräte verschont bleiben.

Es gibt sogar Steckdosen, welche eine Art Versicherung haben. Sollte den Geräten an der Leiste dennoch etwas passieren, sind sie versichert. Dies ist eine Bedingung, auf welche ich achte, wenn ich mit Steckdosen mit solchen Funktionen kaufe. Es gibt ganz billige Steckdosen, welche so etwas nicht mitbringen. Ärgerlich wird es, wenn hier die Technik versagt und ich anschließend im Regen stehe. Dann war selbst die billigste Steckdose viel zu Teuer.

Ein Punkt, welcher aber auch gerne vergessen wird ist, dass die Überspannung aber nicht nur in der Steckdose lauert. So kann eine für das Gerät tödliche Überspannung auch z.B. über das Telefonnetz kommen. Aber auch hier gibt es Steckdosen, die passende Filter für Telefon oder Antennenleitungen mitbringen.

Ich vermute zwar, dass mir eine solche Steckdose bei einem direkten Treffer von einem Blitz auch nicht wirklich hilft, aber zumindest bin ich sicherer, wenn der Blitz in der Nähe einschlägt und sich in der Nachbarschaft verteilt…

VonStelljes

Computer defekt? Und was ist mit meinen Daten?

hard-disk-drive-838665Der Computer von Hans K. streikt. Es geht nichts mehr, der Computer startet nicht einmal mehr. Das Problem vom K. ist schon gravierend. Schließlich hat er gerade ein Projekt, welches er für die Arbeit benötigt auf den Rechner. Ein Datenverlust würde bedeuten, das monatelange Arbeit für die Katz war. Entsprechend nervös stellte mit Herr K. seinen Rechner beim Termin auf dem Tisch.So wie Herrn K. geht es vielen unseren Kunden, welche einen defekten Rechner zu uns bringen. Die Angst vor dem Datenverlust ist einfach zu groß.

Welche Möglichkeiten haben wir nun, wenn wir vor einem ähnlichen Problem wie unser Kunde Hans K. stehen?

Voraussetzung hier ist immer, dass die Festplatte okay ist. Im Zweifelsfall sollten man im Hinterkopf haben, dass man für eine Datenrettung in der Regel nur einen Versuch hat. In vielen Fällen ist aber die Festplatte nicht betroffen und man kann folgendes Schritte ausprobieren:

Ist der Computer wirklich kaputt?

Im ersten Schritt kann man den Computer einmal komplett vom Strom nehmen und einschalten. Hierdurch entladen sich die Bauteile wie z.B. Kondensatoren, welche immer ein wenig Strom speichern. Nachdem der Computer wieder an Strom angeschlossen wird, kann man Glück haben, dass der Computer wie gewohnt wieder seinen Dienst aufnimmt.

Ich kenne da wen…

Manchmal hat man im Bekanntenkreis jemanden, der aus der Branche kommt oder selbst viel am Computer arbeitet. Hierbei sollte man allerdings bedenken, dass der Bereich der Informatik sehr weit verbreitet ist. So kenne ich einen Fall, dass jemand in seiner Firma für einen Bereich der EDV verantwortlich ist, selbst aber nicht wirklich Ahnung von der Technik hat –  mal abgesehen von seinem Fachbereich. Ein Studium in Informatik bedeutet noch lange nicht, dass man Fachmann für Computerreparaturen ist. Im Zweifelsfall vorher abprüfen, ob die Kenntnisse hierfür vorhanden sind. Gut gemeint ist leider nicht immer auch gut gemacht.

Der Weg zum Fachmann

Wenn Sie diese Punkte geprüft haben und bisher noch keine zufriedenstellende Lösung finden konnten, dann ist der Weg zum Fachmann zu prüfen. Allerdings sollten Sie hier auch einiges beachten: Mein Vorteil in diesem Berufsbereich ist gleichzeitig auch ein Fluch für die ganze Branche. Während man für sämtliche handwerklichen Arbeiten einen Meisterbrief benötigt, wenn man ein Unternehmen gründet, ist es so, dass sich jeder Computerfachmann nennen darf.

So habe ich letztens eine merkwürdige Kombination aus Ramsch-, Fahrrad-, Mobilfunk- und EDV-Geschäft gesehen. Dies war ein kleiner EInzelhändler und kein Kaufhaus mit vielen Mitarbeitern. Leider mussten einige unserer Kunden hier feststellen, dass Sie nach dem Einsatz erst wirklich Hilfe benötigten.

Mein Rat hierbei ist, nicht unbedingt nur auf den Preis achten und vielleicht im Vorfeld einmal schauen, ob es Informationen im Internet zu dem EDV-Dienst gibt. Hier kann man sich so manche Überraschung ersparen.

Schritte für die Reparatur

Wenn Sie einen seriösen Computerfachmann gefunden haben, wird er in der Regel folgende Schritte Unternehmen:

Hardwarecheck: In diesem Schritt wird der Fehler und die Ursache überprüft. Hierbei gilt zu beachten, dass ein richtiger Hardwarecheck über mehrere Stunden dauern kann und in viele Fällen den Hauptteil der Arbeit ausmacht. Von daher sind Angebote mit kostenlosen Kostenvoranschlägen in meinen Augen mit Vorsicht zu genießen.

Prüfung der Wirtschaftlichkeit: Wenn der Defekt im Computer lokalisiert ist, kann man den Arbeitsaufwand und die Kosten für Ersatzteile abschätzen. Je nachdem, wie alt und leistungsfähig das Gerät ist, sollte nun eine Einschätzung vorgenommen werden, ob sich eine Reparatur lohnt oder ob ein neuer Rechner die bessere Alternative ist.

Garantieansprüche: Auch sollte geprüft werden, ob auf den Rechner evtl. noch eine Garantie vorhanden ist. Sollte dies der Fall sein, kann eine Reparatur dann kostenfrei beim Hersteller vorgenommen werden. Die Sache hat aber einen Haken. In vielen Fällen werden die Daten auf der Festplatte gelöscht. Deshalb sollten Sie sich hier beim Hersteller des Computers immer schlau machen, was mit den Daten passiert und ob es möglich ist, die Festplatte vorher auszubauen ohne die Garantie zu riskieren.

Ausbau der Festplatte:

Es gibt die Möglichkeit, das wir den Massenspeicher (Festplatte) aus dem Computer ausbauen und dann z.B. in ein externes Gehäuse oder einen anderen Computer einzubauen, um an die Daten zu gelangen. Dies bietet sich an, wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt oder eh ein neuer Computer angeschafft werden soll…

In unserem Fall konnten wir Herrn K. auch weiterhelfen. Glücklicherweise war die Festplatte nicht vom Defekt betroffen und der Umbau in einem externen Gehäuse sorgte dafür, dass Herr K. sein Projekt auf einen anderen PC fertigstellen konnte und so keine weiteren Probleme durch den Ausfall des Rechners hatte. Der neue PC, welcher ein paar Tage später bei uns abgeholt wurde, sorgt des weiteren für einen weiteren zufriedenen RS IT-Kunden.

VonStelljes

Java und Flash – was nervt mich hier eigentlich immer wegen Updates?

software-417880_1280Frau Jahn ist genervt. Dauernd will der Computer Updates machen und sie weiß einfach nicht, was der Computer von ihr will. Leider entscheidet sich Frau Jahn dann irgendwann für die schlechteste Lösung – die Meldungen einfach ignorieren. So wie es Frau Jahn geht, geht es vielen unseren Kunden. Dauernd ploppen Meldungen von Java und Adobe Flash auf.

Wieso das so ist und was die Programme machen, möchte ich im heutigen Blogeintrag einmal erklären.

Auf vielen Rechnern sind die Programme Java und Flash installiert. Sie gehören nicht zu Windows, haben sich aber als Standard für viele (Internet-)Anwendungen entwickelt.

So wird Flash gerne genommen, um Internetspiele möglich zu machen. Auch für Videos oder Werbung spielt Flash eine wichtige Rolle. Ohne diese Erweiterung geht vieles im Internet einfach nicht. Die Software bietet Entwicklern die Möglichkeit auf recht einfache Art Internetanwendungen zu programmieren, welche dann betriebssystemunabhängig funktionieren. Daher kann man die Inhalte z.B. sowohl auf einen Windowscomputer als auch auf einen Applecomputer abspielen.

Ähnlich verhält es sich mit Java. Hier gehen wir aber noch ein Schritt weiter. In Java können komplette Programme geschrieben sein, welche nicht einmal eine Internetverbindung benötigen. Auch hier ist es für die Softwareentwickler möglich, Programme ohne viel Aufwand auf verschiedene Betriebssysteme zum laufen zu bekommen.

Aufgrund dieser Tatsachen konnten sich sowohl Flash als auch Java im Laufe der Jahre durchsetzen und sind somit auf fast jeden Computer installiert. Was sich allerdings auf den ersten Blick als Segen für den Computer anhört, mutierte leider aber auch zum Fluch.

Wegen der hohen Verbreitung einer solchen Software und auch die Möglichkeit, hierüber andere Programme auszuführen, haben sich einige Kriminelle gedacht, dass man diese Software doch wunderbar für Angriffe nutzen kann um z.B. Viren zu verteilen. Entsprechend sind solche Leute auch aktiv, um Schwachstellen in der Software zu finden.

Deswegen sind die Entwickler von Flash und Java auch regelmäßig dabei, neue Schwachstellen in der Software zu entschärfen. Das Ergebnis sind die regelmäßigen Updatemeldungen der Programme.

„Wenn Sie solche Programme auf den Computer haben, sollten Sie auf jeden Fall die Updates immer einspielen, da Sie sich sonst zur Zielscheibe für Angreifer machen!“ rät René Stelljes, Gründer vom RS IT-Service.

Welche Alternativen gibt es?

Beim Thema Flash sieht es aktuell ein wenig schwierig aus. Zuviel ist aktuell im Internet noch darauf ausgelegt. Technisch gesehen kann das meiste der Funktionen von Flash direkt im Browser umgesetzt werden, leider sind aber viele Internetseitenbetreiber nicht bereit, die Umstellung auf das sogenannte „HTML 5“ vorzunehmen. So lange dies der Fall ist, kommen wir an Flash nicht vorbei.

Eine Möglichkeit den Updatemeldungen von Flash zu entgehen wäre hier der Browser „Chrome“ von Google. Dieser bringt ein eingebautes Flash mit und wird automatisch mit den Browser im Hintergrund aktualisiert. Nutzer von anderen Browsern bleibt erst einmal nichts übrig, als sich mit den Updates von Flash anzufreunden.

Beim Java sieht es ein wenig anders aus. Die Verbreitung von Java für Computersoftware scheint weniger zu werden und einige Programme, welche vor einiger Zeit noch Java benötigten, kommen nun ohne diese Software klar. „Vor einigen Jahren war Java noch Pflicht auf dem Computer,“ erklärt Stelljes: „Dies hat sich zum Glück geändert und deswegen installieren wir diese Software auch nicht mehr, wenn wir eine Neuinstallation vornehmen.“

So sollte jeder Benutzer prüfen, ob er die Software wirklich benötigt und ggf. deinstallieren. Somit ersparen Sie sich die nervigen Updatemeldungen, welche bei Java ja auch ein wenig komplex zu installieren sind, sondern sorgen auch für ein ganzen Stück mehr Sicherheit auf Ihren Computer.

 

VonStelljes

„Kein Ausdruck möglich!“ – Plant IBM den Drucker, welcher vor Urheberrechtsverletzungen schützt? (M)eine Meinung:

copier-686304_640Da will man sich schnell über die neuesten Meldungen im Computerbereich schlau machen und schon kommen die tollsten Meldungen auf den Tisch. So bin ich über ein Patentantrag von IBM gestolpert, welcher beschreibt, wie ein Gerät nach dem Scannen das Dokument automatisch mit einer Datenbank abgleicht und prüft, ob man das Dokument vervielfältigen darf. Sollte das Gerät dann einen Verstoß gegen das Copyright vermuten, stellt es einfach seine Arbeit ein…

Ich weiß ja nicht… So ein Drucker würde mir hier gerade noch fehlen. Da muss man mal eben schnell eine Seite aus einem Buch ausdrucken, damit man bestimmte Informationen parat hat und dann sagt mir der Drucker: „Nö, is nicht… Du hast hier kein Recht drauf!“ Vielleicht kommt der Drucker in einer späteren Generation auch gleich mit einem passenden Schlitz für Kreditkarten daher. So könnte man gleich Lizenzgebühren für die Kopie abbuchen und weiterarbeiten.

Zwar soll der Drucker laut Patentantrag auch in der Lage sein, die im amerikanischen Recht verankerte „Fair Use“-Regel zu beachten, aber die gibt es ja in Deutschland nicht. Verwertungsgesellschaften dürften sich hier freuen. Obwohl ich mich schon auf die Ausrede in der Schule freue: „Ich konnte mein Referat nicht vorbereiten, mein Drucker weigert sich, weil er denkt, ich könnte eine Urheberrechtsverletzung begehen…“

Also, mal abwarten und Tee trinken, ob die Idee in die Tat umgesetzt wird.