Spyware – Aufklärung über Toolbars und andere Spioniersoftware

binoculars-354623_1920Zu der leidigen Praxis der meisten EDV-ler dürfte die Spyware sein. Hier sprechen wir in der Regel nicht direkt von Computerviren, wie man sie sonst so kennt. Das Problem der Spyware ist, dass die Art der Software komplett legal ist und der Nutzer auch zustimmt, das diese Software installiert werden darf.

Was ist Spyware eigentlich?

Das Wort Spyware setzt sich aus dem englischen Wort Spy (Spion) und ware (ware, eine gängige Bezeichnung im Computerbereich z.B. Hardware, Software) zusammen. Diese Software wird meist von Unternehmen erstellt um die Gewohnheiten der Nutzer noch besser kennenzulernen, ergo auszuspionieren, um anschließend mit gezielter Werbung noch mehr Umsatz zu machen. Leider wird diese Art der Software immer hartnäckiger, so dass es auch für erfahrene Benutzer immer schwerer wird, diese wieder loszuwerden.

Was für Folgen kann es haben, wenn sich Spyware auf meinen Computer einnistet?

Zu Beginn gehen die meisten Spywareprogramme hin und tragen Daten über den Benutzer zusammen. Die Daten können aus dem Surfverhalten generiert werden oder auch andere Nutzungsverhalten am Computer beinhalten. So gehen die meisten Spywarevertreter hin und protokollieren die Webseiten, welche man besucht, wo man etwas bestellt oder welche Reiseziele man sich anschaut…

Diese Daten werden nun von den Unternehmen, welche die Spyware in den Verkehr gebracht haben, analysiert und anschließend kann es passieren, dass die Startseite des Internetbrowsers geändert wird oder es zu Werbeeinblendungen kommt. Dies ist in der Regel erst einmal nur nervig, hat aber soweit keine weiteren Konsequenzen.

Problematisch wird es, wenn die Spyware unseriöse Werbung einblendet und man so Gefahr läuft, sich z.B. einen echten Schädling auf die Festplatte zu holen. Auch können die Funktionen der Spyware Sicherheitslücken aufweisen, die ein Angreifer für sich nutzen kann.

Woran kann ich erkennen, ob sich Spyware auf meinen Computer befindet?

Spyware hat leider mit der Zeit immer raffiniertere Funktionen bekommen. So ist ein Teil der Spyware in der Lage sich zu tarnen, so dass man z.B. beim Blick in den Taskmanager von Windows keine Angaben dazu findet. Allerdings gibt es einige Hinweise, die auf Spyware deuten. Hierzu zählen

  1. Sie finden in Ihren Lesezeichen Seiten, welche Sie nie eingetragen haben,
  2. die Startseite auf Ihren Computer hat sich ohne Ihr zutun verändert,
  3. der PC wird immer langsamer,
  4. Es kommt zu Werbeeinblendungen auf den Internetseiten, die mit der eigentlichen Seite überhaupt nichts zu tun haben,
  5. Ihre Sicherheitssoftware schlägt aus und meldet untypisches Verhalten.

Allerdings sind dies nur Hinweise. So gibt es auch Spyware, welche keine der 5 Punkite erfüllt.

Was kann ich als Anwender dagegen tun?

Gute Antivirensoftware bringt glücklicherweise schon eine Spywareerkennung mit. Allerdings ist diese auch nicht sehr zuverlässig. Das Problem ist wie Anfangs ja schon erwähnt, dass der Nutzer in der Regel der Installation der Spyware zustimmt.

Wenn Sie sich Software aus dem Internet herunterladen, sollten Sie ausschließlich seriöse Anbieter nutzen, z.B. der Entwickler der Software. Wenn Sie Software installieren, nicht einfach immer nur auf „Weiter“ klicken, sondern auch mal lesen, was da eigentlich installiert werden soll.

Wenn sich die Spyware erst einmal eingenistet hat, sollte hier jemand einen Blick drauf werfen, der sich mit so etwas auskennt. Im Internet gibt es zwar schon einige Software, die die Spyware vom Computer vertreibt, allerdings zeigt meine Praxis, dass man hier nur von einer groben Reinigung sprechen kann und in vielen Fällen noch einiges an Feinarbeit erst dafür sorgt, dass der Computer wieder frei von Spionen wird.