Wenn die Festplatte 2x klackert – Schäden an der Festplatte erkennen

privacy-policy-512769_1920In einem vorherigen Eintrag sind wir darauf eingegangen, was passiert, wenn der Computer nicht mehr arbeitet und was man tun kann, wenn nichts mehr geht. Aus diesem Grund wollte ich einmal darauf eingehen, wie man einen Datenverluist verhindern kann und einen eventuellen Ausfall der Festplatte erkennen kann.

Generell gilt das der beste Schutz vor Datenverlust ein aktuelles Backup ist. Was hier zu beachten ist, haben wir in diesem Video mal aufgeklärt.

Wenn die Festplatte zum Taktgeber wird

Ein Klassiker sind merkwürdige Geräusche wie Klackern, Zischen oder Schleifen. Bei solchen Geräuschen sollte man SOFORT alle Daten sichern und die Festplatte in Ruhestand schicken. Hierbei handelt es sich wirklich um die letzten Lebenszeichen einer Festplatte und es kann jederzeit zum Ausfall kommen. Der Defekt lässt auf einen Hardwareschaden der Festplatte schließen, der dafür sorgen kann, dass im schlimmsten Fall nicht mal mehr eine Datenrettung im Reinraum helfen kann.

Wenn es mal wieder länger dauert

Wenn der Computer auf einmal Ewigkeiten benötigt um zu Starten oder generell beim arbeiten richtig langsam wird, kann es mehrere Ursachen haben. Zum einen kann es sein, das der Rechner nur vollgemüllt ist und dringend eine „Entschlackungskur“ benötigt. Es kann aber auch sein, dass der Lesekopf der Festplatte ein Problem hat und dadurch es zu Problemen beim Auslesen der Daten kommen kann. In meiner Praxis habe ich es schon öfters erlebt, dass Kunden mit einen solchen Defekt noch längere Zeit gearbeitet haben. Aber auch hier sollte man schnellstmöglich die Daten sichern und sich einen neuen Datenträger organisieren. So ein Lesekopf kann auch komplett ausfallen oder zu Fehlern im Dateisystem der Festplatte führen. Hier hat dann nur noch der Fachmann eine Chance, an die Daten zu kommen.

Was das Alter mit Datensicherheit zu tun hat

Ein generelles Verfallsdatum für Festplatten gibt es nicht. Kritische Zeitbereiche für Festplatten sind die ersten 3 Monate und nach 10 Jahren. Innerhalb der ersten Monate zeigen sich in der Regel die Probleme, wenn man eine „Montagsfestplatte“ erwischt hat. Nach 10 Jahren hat die Platte ein Alter erreicht, in der die Gefahr eines Ausfalls recht rasch wächst.

In Rechenzentren und auf wirklich kritischen Massenspeichern werden die Festplatten in vielen Fällen nach 2 Jahren getauscht um einen Ausfall durch Altersschwäche vorzubeugen. Auch bei Notebookfestplatten kann es Sinn machen, die Festplatte früher zu tauschen, da in vielen Geräten die Festplatten recht warm werden und sich dies Negativ auf die Lebensdauer der Festplatte auswirken kann.

Sonderfall externe Festplatten

Bei den kleinen 2,5″ Festplatten, welche im externen Gehäuse angeboten werden, gibt es keine eigene Stromversorgung. Hier reicht in der Regel die Stromspannung, welche vom USB-Port zur Verfügung gestellt werden. Allerdings gibt es gerade im Billig-Computer-Bereich USB-Ports, welche den Standards nicht ganz gerecht werden. Hier kann es vorkommen, dass der Port die erforderliche Spannung für Festplatten nicht aufbringen kann. Hier kann es dann passieren, dass die externe Festplatte nicht erkannt wird und sogar klackert. Dies ist dann kein Hardwaredefekt. Um so etwas auszuschließen, kann man die externe Festplatte mal an einem anderen Computer ausprobieren, ob sie hier fehlerfrei funktioniert.

In einem solchen Fall gibt es im Fachhandel Y-Kabel, welche den Strom aus 2 USB-Buchsen liefern können, was dann in der Regel ausreicht um eine externe Festplatte zu betreiben. Eine weitere Lösung wäre ein aktiver USB-Hub, der das Signal verstärkt. Aktiv in dem Fall heißt, dass der USB-Hub ein eigenes Netzteil mitbringt und somit eine eigene Stromversorgung bietet.

Auch kann es bei externen Festplatten auch passieren, dass die Technik im Gehäuse defekt ist, der eigentliche Datenträger aber vollkommen okay ist. Hier hilft dann nur der Umbau in ein anderes Gehäuse.

Im freien Fall

Ein wichtiger Punkt bei Festplatten ist, dass Festplatten recht stoßempfindlich sind. In den letzten Jahren hat sich zwar hier einigen getan, aber eine Festplatte, welche einen Sturz aus einem Meter erlebt, hat es meist hinter sich. Sollte Ihnen eine Festplatte runterfallen und sie anschließend nicht mehr korrekt vom Computer angesprochen werden können, dann sollten Sie im Falle von wichtigen Daten sofort einen Fachmann zu Rate ziehen.