Tipps zum Notebookkauf – wo liegen die Feinheiten?

notebook-405755_1920Wenn ich so in das Jahr zurück blicke, dann ist der Trend ganz klar zu erkennen. Notebooks laufen so langsam den normalen PC den Rang ab. Zumindest haben wir hiervon wesentlich mehr verkauft, als normale PCs. Der Grund dürfte hier relativ einfach sein. Außer im High-End Sektor sind Notebooks normalen Rechnern mindestens ebenbürtig.

Und wenn man nun bedenkt, dass man ein Notebook mal eben unterm Arm klemmen kann und woanders wieder in Betrieb nehmen kann, gestaltet sich dies beim PC schon recht komplizierter.

Der Bildschirm

Aber wie so immer gibt es hier einiges zu beachten, damit der Kauf nicht zum Reinfall mutiert. Hier kommt es ganz auf das Einsatzszenario an. So fängt die erste Frage in der Regel bei der Größe des Notebooks an. Von 10″ bis 19″ Bilddiagonale bietet der Markt hier einiges an.

Meine persönliche Meinung hierzu ist, dass ein Notebook handlich für Unterwegs sein muss, dementsprechend arbeite ich mit 13,3″ und bin glücklich. Allerdings habe ich im Büro und auch zu Hause noch stationäre PCs mit entsprechenden Bildschirmen. Beim normalen Arbeiten wäre mir 13,3″ wahrscheinlich viel zu klein. Für Unterwegs ist es für mich aber gerade richtig.

Am beliebtesten sind die Bildschirmgrößen um 15″ beim Notebook. Ab darüber wird es für Unterwegs schon ein wenig unhandlicher. Wenn das Notebook aber als Ersatz für einen normalen PC herhalten soll und wirklich nur zu Hause betrieben soll, dann dürften größere Diagonalen auch nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Als kleiner Tipp sollte man noch beachten, dass der Bildschirm zu den stromhungrigsten Bauteilen an einem Notebook gehört. Je größer das Notebook, destso leistungsfähiger muss der Akku sein. Dies macht sich dann am Preis bemerkbar.

Eine Frage des Anschlusses

Ein wichtiger Punkt bei Notebooks ist zudem, über welche Anschlüsse er verfügen soll. Ein Notebook kann man in der Regel nicht mal eben nachrüsten, wie es beim PC der Fall ist und so sollte man sich schon beim Kauf hierüber Gedanken machen.

  • Welche Anschlüsse benötige ich?
  • Wieviele USB-Anschlüsse benötige ich?
  • Benötige ich eine Netzwerkanschluss
  • Benötige ich einen Anschluss für externe Bildschirme
    • Wenn Ja, VGA, DVI oder gar HDMI?

Beim USB-Anschluss sprechen wir von den am weitesten verbreiteten Anschluss für externe Geräte am Computer. Hier werden z.B. Drucker, Mäuse, Tastaturen, Digitalkameras, externe Datenträger wie Festplatten oder USB-Sticks angeschlossen. Bei einem Notebook mit nur 2 USB-Anschlüssen kann es hier schon recht eng werden, wenn Sie z.B. eine Maus am Notebook betreiben wollen und mal schnell eine Datei von USB-Stick drucken möchten.

Der Netzwerkanschluss ist wichtig um sich mal mit einem Kabel am Router zu verbinden. Dies kann hilfreich sein, wenn es mit WLAN gerade einmal Probleme gibt und Sie hier die Einstellungen überprüfen wollen. WLAN ist dagegen in den meisten Notebooks verbaut.

Der Anschluss für externe Bildschirme ist immer dann wichtig, wenn es angedacht ist, mit dem Gerät eventuell mal eine Präsentation mit Powerpoint zu halten. Auch ist es möglich, sich für zu Hause einen normalen Bildschirm zu nutzen, so dass man hier einen größeren Bildschirm für komfortableres arbeiten nutzt.

Die inneren Werte zählen

main-board-89050Genau so wichtig wie der Bildschirm und die Anschlüsse sind die inneren Werte eines Notebooks. Auch hier gilt, dass ein Aufrüsten in der Regel beim Notebook nicht vorgesehen ist und nur sehr eingeschränkt funktioniert. Deswegen sollten man auch hier gleich schon beim Kauf schauen, die richtige Hardware verbaut zu haben.

Hier sprechen wir von den Bauteilen wie z.B.

  • der Prozessor
  • die Grafikkarte
  • die Festplatte
  • der Arbeitsspeicher
  • die Webcam oder
  • dem DVD-Laufwerk

Der Prozessor ist das Herz eines Computers und hat einen wichtigen Part in der Geschwindigkeit eines Computers. Allerdings kann man hier nicht Pauschal sagen, wie schnell er getaktet sein muss, da hier wesentlich mehr Faktoren eine Rolle spielen. Dies würde auch den Artikel sprengen darauf einzugehen. Wenn Sie sich bei dem Thema nicht so gut auskennen, dann empfehle ich eine Beratung im Fachhandel (und hiermit meine ich keine Elektronikdiscounter).

Für Jemanden, der einen Computer nur dazu braucht, ab und an einen Brief zu schreiben oder mal eben schnell Mails zu checken, der kann die Grafikkarte getrost vernachlässigen. Wer jedoch gedenkt am Computer Grafikanwendungen oder Spiele zu nutzen, der sollte hier auch mal schauen, welche Lösung Sinn macht. Es gibt die unterschiedlichsten Lösungen im Bereich Grafik und im Notebook habe ich in der Regel keine Möglichkeit, hier nachträglich auszubessern.

Der Massenspeicher, im Volksmund auch Festplatte genannt, spielt auch eine zentrale Rolle bei der Zusammenstellung eines Notebooks. Hier kann man in der Regel auch beim Notebook nachrüsten, aber dennoch ist dies bei einigen Geräten mit hohen Aufwand verbunden. Wer auf ein schnelles System wert legt ist eventuell mit der SSHD oder SSD besser beraten. Aber nicht nur die Geschwindigkeit spielt eine Rolle, sondern auch der Speicherplatz. Die schnellste Festplatte der Welt bringt nichts, wenn ich meine Daten nicht darauf bekomme. Hier muss man in jedem Fall auch immer individuell schauen, welche Lösung hier Sinn macht.

Oft unterschätzt wird auch der Arbeitsspeicher. Hierbei handelt es sich aber auch um ein ausschlaggebendes Bauteil, was die Geschwindigkeit des Computers ausmacht. Der schnellste Prozessor bringt nichts, wenn er nicht genug Arbeitsspeicher zum zwischenspeichern zur Verfügung hat. Unter 4 Gigabyte sollte man heutzutage nicht mehr schauen. Auch kann es nicht schaden zu prüfen, ob man beim Notebook seiner Wahl den Arbeitsspeicher aufrüsten kann. In vielen Fällen kann man hiermit ältere Rechner wieder flott machen und somit die Lebensdauer des Gerätes verlängern.

Unsere Kunden, welche Internetnettelefonie wie z.B. Skype nutzen möchten, legen hier auch Wert auf eine vernünftige Kamera. Billige Cams in Notebooks schaffen es nicht einmal bei optimalsten Lichtverhältnissen gute Bilder zu liefern, während vernünftige Kameras auch im Dunkeln genutzt werden können, da die Helligkeit des Bildschirms reicht um brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Das DVD-Laufwerk ist heutzutage nicht mehr in jedem Gerät dabei. Bei Ultrabooks wird es gerne weggelassen, damit die Geräte flacher werden. Aber auch bei normalen Notebooks habe ich schon gesehen, dass es nicht mehr serienmäßig dabei ist. Verstehen kann ich Dies – die DVD ist ein sterbendes Medium. Aber ob jemand jetzt schon darauf verzichten mag, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Mein kleines Fazit:

Bei der Anschaffung eines Notebooks gibt es einiges zu beachten. Es ist schade, dass hier in vielen Fällen, gerade beim Elektronikdiscounter nicht darauf eingegangen wird, was beim Kauf wirklich zu beachten gilt. Wer hier gezielt vorgeht, kann wirklich ein Gerät erwischen, welches über Jahre ein treuer Begleiter in allen Lebenslagen ist. Wer allerdings sich mit den technischen Gegebenheiten nicht sicher ist, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Hier kann man das Risiko eines Fehlkaufes minimieren.

Eine kleine Ergänzung:

Nachdem ich den Artikel soweit geschrieben habe, ist mir noch ein Aspekt aufgefallen, welchen ich persönlich sehr wichtig finde: Es gibt Preisunterschiede beim Notebook, welche für den Laien auf den ersten Blick nicht wirklich erkennbar sind. So kann es vorkommen, dass man bei der Recherche zu Notebooks über Geräte des gleichen Herstellers stolpert, welche bei identischer Ausstattung das doppelte kosten.

Wieso ist das so?

Es gibt generell für 2 Kundenkreise Geräte. Einmal für den Privatkunden. Hier wird meist ein wenig an der Verarbeitung gespart. Im Geschäftskundenalltag ist es völlig normal, dass das Gerät täglich mitgenommen wird und materialtechnisch wesentlich mehr gefordert werden. Deswegen sind die Geräte von der Verarbeitung wesentlich robuster und langlebiger.

Unserer Erfahrung nach geht der Trend sogar soweit, dass es Hersteller gibt, welche die in Deutschland weit verbreitete „Geiz ist Geil“-Mentalität soweit auf den Spitze treiben, dass Gehäuse beim einfachen lösen einer Schraube schon nachgeben und kaputt gehen. Hier wird ganz klar auf kosten des Kunden gespart. Wer uns kennt weiß, dass wir solche Billigst-Notebooks nicht anbieten und jedem, der ein solches Gerät haben möchte an einem anderen Händler verweisen.

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