Der Tod kommt kalt: Temperaturschwankungen und Technik

winter-216551Wenn es draußen kälter wird, leiden nicht nur wir Menschen. Das hat auch Axel P. feststellen müssen. Als vor einigen Tagen Herr P. sein Notebook einen ganzen Arbeitstag sein Notebook im Kofferraum seines Autos aufbewahrt hat, musste er danach feststellen, dass kurz nach dem Einschalten nichts mehr ging.

Als uns das Notebook erreichte, startete das Gerät nicht mehr durch. Die Festplatte lief zwar an, aber es stellte sich schnell raus, das hier etwas nicht stimmt. Leider konnten unsere „Hausmittelchen“ nicht mehr helfen, die Daten wieder herzustellen. Als zertifizierter Partner des Datenrettungsspezialisten Kroll Ontrack konnten wir die Festplatte nur noch ins Rettungslabor einschicken.

Es stellte sich heraus, dass die Festplatte einen Kurzschluss auf der Platine erlitten hat. Herr P. wurde Opfer der Kälte.

Doch was ist genau passiert?

Wenn es draußen kalt ist und wir von der Kälte in die Wärme kommen, dann kann es passieren, dass der Temperaturunterschied Kondenswasser entstehen lässt. Brillenträger kennen den Effekt der beschlagenen Brille. Im ungünstigen Fall kann dieses Kondensat einen Kurzschluss verursachen und elektronische Bauteile zerstören.

„Es ist zu empfehlen, elektronische Geräte erst einmal zu Akklimatisieren, wenn Sie extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt waren“, berichtet René Stelljes, Inhaber des RS IT Service. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass das Gerät keinen Schaden nimmt, sollte den Gerät 2 Stunden Zeit zum Auftauen geben.

Dies zählt aber nicht nur für Computer und Tablets, auch Speicherkarten und andere Datenträger können von durch diese Temperaturunterschiede leiden. Wer im Winter draußen Bilder knippst, sollte die Speicherkarte auch ein wenig Zeit gönnen, bevor die Bilder auf den heimischen PC geladen werden.

„Das der Temperaturunterschied das Gerät zerstören kann, hätte ich nicht gedacht. Allerdings bin ich froh, das mir das Team vom RS IT Service zumindest meine Daten wieder herstellen konnte.“ resümiert Axel P. und beteuert weiter: „Das wird mir bestimmt nie wieder passieren!“.

Als kleiner Hinweis zum Schluss

Sie sollten auch gut überlegen, ob Sie ihre Geräte in der Kälte nutzen. Viele Geräte haben eine Betriebstemperatur von mindestens 5 Grad. Gerade morgens haben wir im Winter aber tiefere Temperaturen. So kann es schnell passieren, dass das Tablet beispielsweise beim Warten auf den Bus in einer Umgebung eingesetzt wird, für die es nicht gebaut ist. Der eigentliche Transport der Geräte bei den Temperaturen ist meist aber kein Problem, da viele Geräte bis – 40 Grad gelagert werden können. Diese Infos kann man in der Gebrauchsanweisung der Geräte entnehmen.

Sollten Sie trotz der Tipps Probleme mit Ihren Geräten haben, dann helfen wir Ihnen gerne weiter. Bei einem Datenverlust raten wir, dass Sie uns umgehend kontaktieren und nicht selbst versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen. In der Regel hat man für die erfolgreiche Datenrettung genau einen Versuch!